Update zu den Notdienstgebühren

Die unten beschriebenen Änderungen zur Höhe der im tierärztlichen Notdienst erhobenen Gebühren und zur Ausweitung der Notdienstzeiten treten zum 14.02.2020 in Kraft.

Änderungen der Notdienstgebühren ab 2020



Für die Abrechnung tierärztlicher Leistungen sind Tierärzte an die tierärztliche Gebührenordnung verpflichtend gebunden. Am 5. November wurde nun vom Bundeskabinett eine Novellierung dieser Gebührenordnung vorgelegt, die insbesondere die Aufrechterhaltung des tierärztlichen Notdienstes sicherstellen soll.



Im Speziellen bedeutet dies, dass wir voraussichtlich ab  Ende Januar 2020 verpflichtet sind, bei jedem im Notdienst vorgestellten Patienten eine Praxisgebühr von 50 Euro zu erheben. Außerdem ist für die erbrachten Leistungen mindestens der doppelte Gebührensatz abzurechnen, er kann aber abhängig vom Aufwand bis zum Vierfachen des normalen Gebührensatzes betragen. 

Die Notdienstzeit wird außerdem ausgeweitet: der Notdienst am Wochenende beginnt am Freitag um 18 Uhr und endet am Montag 8.00 Uhr, d.h. Samstage gelten von nun an durchgängig als Notdienst. 



Was bedeutet das für Notdienstpatienten? Hierzu nebenstehend ein Rechenbeispiel anhand einer unkomplizierten Durchfallbehandlung bei einem Hund, zu deren Abrechnung wir gesetzlich mindestens verpflichtet sind; Medikamentenkosten sind darin allerdings noch nicht enthalten. 



Bereitschaftszeiten


Die von den Chemnitzer Tierärzten beschlossene und auf dieser Seite angekündigte Veränderung des tierärztlichen Bereitschaftsdienstes wurde  von seiten der tierärztlichen Standesvertretung, der sächsischen Landestierärztekammer, untersagt.

Daher ändert sich bis auf Weiteres nichts an der bisherigen Regelung des durchgehend durch die Chemnitzer Tierärzte anzubietenden Notdienstes.